Dialog

Leere und Form, Innen und Außen, Mensch und Welt – sie gehören zusammen.
Im Wasser, im Licht, in der Bewegung der Farbe sucht meine Malerei diesen Zusammenhang.
Sie ist eine Übung im Verbinden – ein Gespräch zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem.
In ihr begegnen sich Stille und Stadt, das Flüchtige und das Feste – und werden eins im Moment des Sehens.
Ich möchte eine ästhetische Erfahrung ermöglichen – als Sprache der Verständigung zwischen Mensch und Welt.

temporär installierte Malerei im öffentlichen Raum
Acryl auf Holz, Schlump (Hamburg), 2019

Außenraum

Der Dialog beginnt im Sehen – nach außen.
Die Welt spricht in Bildern, in Formen, die sich im Licht verändern.
Meine figurativen Werke sind Spuren dieser Begegnung – nie fest umrissen, sondern wie Erinnerungen an das Sichtbare.
Sie verbinden das innere Erleben mit dem äußeren Raum.

Innenraum

Der Dialog beginnt im Sehen – nach innen.
Farbe, Bewegung und Licht formen Räume ohne Gegenstand.
Hier übe ich die unsichtbare Sprache der Welt: Malerei als Prozess, als Spur des Bewusstseins, das sich selbst betrachtet.
Im Inneren wird das Unsichtbare sichtbar.

Anthropolis

Inmitten der Stadt, wo Bewegung und Werbung den Blick beherrschen, eröffnet Anthropolis Momente des Innehaltens – als reine, ästhetische Erfahrung.
Farbe, Linie und Fläche werden zu einem stillen Dialog zwischen Mensch und Stadt.


temporär installierte Malerei im öffentlichen Raum
Acryl auf Holz, Sternschanze (Hamburg), 2019

Auszug Ausstellungen

Galerie Gudberg Nerger, Hamburg, 2018
Benjamin Haag & Patrick Hanke, "COMBINE"
- crushed paper and water based paintings



Gezeigt wurden aktuelle Arbeiten zwischen abstrakter Malerei und fragilen Papierobjekten – zwei Positionen im stillen Dialog von Leichtigkeit und Schwere, Transparenz und Verdichtung.

EINS VON 20, Hamburg, 2014
Pop Up Gallery



Gezeigt wurde eine Serie von 20 Siebdrucken, jeweils mit Aquarell unterlegt und malerisch abgeschlossen. Jedes Werk ist ein Unikat innerhalb einer geschlossenen Edition.

Auszug Pressemitteilung


SZENE Hamburg, Ausgabe November 2019
- Das Stadtmagazin



Kunst statt Kommerz
Seit einiger Zeit hängen Kunstwerke in Hamburger U-Stationen. Abstrakte Malereien verschönern die Wände des Untergrunds der Stadt. Von leeren Räumen fühlt sich der Künstler, der anonym bleiben möchte, eingeladen: "Für mich ist moderne Kunst die Auseinandersetzung mit dem sozialen Umfeld, das gestaltet werden will." Wie das aussieht, zeigt sich aktuell in Hammerbrook (ein Tipp von einem Follower) oder auf Instagram unter #artonastation. "Ich möchte nichts beschmieren, mache keinen Vandalismus", sagt er, "Ich möchte meine Umwelt ästhetisch mitgestalten." Doch es steckt noch mehr dahinter. Es ist eine öffentliche Kritik am Kunstmarkt: "Kunst ist heute ein Handelsfaktor, wie Immobilien auch." Heutzutage werden Werke für horrende Preise verkauft. Der Grundgedanke von Kunst als kulturelles Ausdrucksmittel gehe dabei verloren, wie er findet. Deshalb hat er sich entschlossen, seine Bilder kostenlos im öffentlichen Raum auszustellen. Ein Gegenentwurf zu den Werbeplakaten, die überall hängen und nur einen Sinn haben: Konsum. "Sind wir nicht mehr als Verbraucher und Konsumenten?", hinterfragt der Künstler die Dichte. Er glaubt: "Hinge mehr Kunst statt Werbung, würden die Menschen wieder ein bisschen genauer hingucken, was in ihrer Umwelt passiert." Eine kreativ gestaltete Umgebung würde zu mehr Aufmerksam- und Achtsamkeit führen. Für den Künstler steht fest: "Umwelt verändert uns als Gesellschaft." Also Augen auf im U-Bahn-Verkehr.

Marie Filine Abel